Digital dabei! 10.0
In 2025 haben wir im Rahmen des Projektes Digital dabei! 10.0 mit insgesamt 13 Einrichtungen (Mitglieder der LAG LM) junge Geflüchtete an den kompetenten Umgang mit Medien herangeführt. Die 13 Teilprojekte aller teilnehmenden Einrichtungen werden im Folgenden vorgestellt:
Im Rahmen von Digital dabei! 10.0 wurde ein wöchentliches Angebot für junge Geflüchtete durchgeführt, das gut angenommen wurde. Das Angebot umfasste Podcast, Gaming, Coding, Robotik, Greenscreen sowie Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungen und Referaten. Die Jugendlichen fühlten sich sehr wohl. Das neue professionelles Podcast Studio ermöglichte einige Podcast-Workshops, die von den Jugendlichen gerne wahrgenommen wurden.
Viele waren am Gaming interessiert und ließen sich auch gerne vom Coding mit Robotern begeistern. Im Mai konnten drei Jugendliche die Xpert-Zertifikat Prüfung absolvieren und so ihr Office-Wissen nachweisen. Außerdem wurde in diesem Jahr für das Deutsche Rote Kreuz in einer Flüchtlingsunterkunft eine digitale Aktion angeboten, bei der mit ca. 50 Jugendlichen Greenscreen- Fotos gemacht wurden.
Das Projekt Digital dabei! 10.0 betreuten ein Musikpädagoge und ein Filmemacher / Medienproduzent. Der Musikpädagoge leitete die Jugendlichen im Erlernen von Instrumenten an. Der Medienproduzent vermittelte den Jugendlichen Kompetenzen in der Film- und Medienarbeit. Wie in den Jahren zuvor wurde Musik mit Medienarbeit erfolgreich verknüpft. Das Tonstudio ermöglichte es eigene Tracks zu produzieren und dazu Videos zu drehen. So ist im Laufe des diesjährigen Projekts eine junge Band entstanden, die regelmäßig in unserem Haus geprobt hat, Songs produzierte und Musikvideos gedreht hat. Ein erster Auftritt vor Publikum auf der Haus-eigenen Bühne war für die Jugendlichen ein sehr motivierendes Ereignis. Darüber hinaus wurden die Aktivitäten in der Einrichtung das ganze Jahr über medial begleitet. So entstanden dieses Jahr Beiträge für den Instagram und TikTok Content der Einrichtung. Besonders beliebt war auch das Erstellen kleiner Clips während unserer „YoutubeKaraoke“ oder der Tanzgruppen geworden.
Das offene Making-Angebot wurde von Februar bis Dezember 2025 im soziokulturellen Jugendzentrum durchgeführt. Einmal pro Woche hatten junge Geflüchtete die Möglichkeit für ein paar Stunden kreativ zu arbeiten, zu experimentieren und neue Fertigkeiten zu erlernen. Der MakerSpace bot einen Raum für Begegnung, selbstbestimmtes Lernen und kreatives Gestalten.
Um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, wurden Angebote in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bereitgestellt. Den Teilnehmenden standen analoge und digitale Werkzeuge wie modulare Elektronik, Lötstationen, Open-Source-Software, sowie klassische Bastel- und Werkmaterialien zur Verfügung. Die Bandbreite der Projekte reichte von Vibrobots bis hin zu handwerklichen Arbeiten und Upcycling-Projekten. Viele Angebote sowie konkrete Anfragen der Teilnehmenden bewegten sich thematisch im Bereich Robotik. Darum legten wir hier einen besonderen Schwerpunkt. Gleichzeitig zeigte sich, dass kreative Gestaltungsformate neue Zielgruppen erschließen konnten.
Im Projekt Digital dabei! 10.0 wurden in Kooperation mit bonn.digital im Herbst über zwei Wochen verteilt kreative Workshops zu den Themen Robotik, Gemeinsam gegen Cybermobbing, Klanginstitut, Digitales Cartoon Zeichnen und 3D-Druck angeboten. Die Teilnehmenden konnten dabei Roboter programmieren, sich kreativ mit experimenteller Musik, Sounddesign und Klangkomposition auseinandersetzen und ihre eigenen Cartoons und Comics zeichnen. Dadurch wurden moderne Gestaltungstechniken auf einfache und zugängliche Weise vermittelt sowie Kreativität, Medienkompetenz und Problemlösefähigkeit gestärkt. Der Cybermobbing-Workshop ermöglichte eine niedrigschwellige, praxisnahe und dialogorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema Cybermobbing, die sowohl die persönliche Reflexion der Jugendlichen als auch ihr rechtliches Bewusstsein stärkte. Mit bonn.digital verbindet das Jugendzentrum St. Cassius eine verlässliche Partnerschaft, die sich insbesondere in der gemeinsamen Umsetzung medienpädagogischer Projekte bewährt hat.
Im Rahmen des Projekts Digital dabei! 10.0 wurden von Februar bis Dezember 2025 dezentrale Angebote im Kölner Raum durchgeführt. Im Kölner Selbsthilfe e. V. sowie in einem Wohnheim für Geflüchtete vom Sozialdienst Katholischer Männer in Köln-Longerich wurden Musikangebote für die Jugendlichen umgesetzt. Produziert wurde mit Garageband, Bandlab und auch mit MakeyMakey. So wurde ausprobiert, wie z. B. mit Zitrone, Apfel und Birne Musik gemacht werden kann. Außerdem haben die Jugendlichen selber Songtexte geschrieben und Musik produziert. In den offenen Angeboten haben die Teilnehmenden sehr konzentriert und intensiv miteinander gearbeitet. Einer Veröffentlichung wurde jedoch nicht zugestimmt. Im Haus-eigenen Studio haben zudem zwei junge Armenierinnen auf eigenen Wunsch mit einem aus Syrien stammenden Musikproduzenten ihren eigenen Song aufgenommen. Mit dem Jugendmigrationsdienst des IB in Köln-Mülheim wurde ein Audioangebot rund um das Thema Demokratie realisiert. Anknüpfend an die Produktion des „Ah soooo – das Spaßradio“ aus dem Digital dabei! Projekt im Jahr 2024 wollten einige Teilnehmende beim JMD dort weitermachen. Durch die Wahl in den USA, die vorgezogenen Bundestagswahlen, deren Ergebnisse und anstehenden Kommunalwahlen in NRW interessierten sie sich für das Thema Demokratie und Teilhabe. Das Team hat ein Gespräch mit Tayfun Keltek, 1. Vorsitzender des Integrationsrats Köln und NRW, organisiert sowie den Besuch einer Integrationsratssitzung in Köln im Juni 2025. Unter dem Namen „Radio junge Stimmen:“ haben die Teilnehmenden über Demokratiesysteme in ihren Herkunftsländern und die Notwendigkeit von Sprachkursen berichtet. Veröffentlicht wurden die Folgen auf NRWision.
Das wöchentliche Coding & Making Angebot wurde im Jugendzentrum.digital, einer Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit, durchgeführt. Die Jugendlichen wurden von einem im Making und Coding-Bereich erfahrenen Informatiker zusammen mit einem hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiter begleitet. Das Angebot wurde integrativ gestaltet, damit eventuelle Vorurteile untereinander abgebaut werden können und ein gemeinsames Miteinander entsteht. Das Projekt verlief insgesamt sehr gut. Vor allem das Tonstudio und der Bandraum wurden viel genutzt und es hat sich sogar eine Band zusammengefunden. Aber auch der MakerSpace wurde gerne in Anspruch genommen. Zum Einstieg wurde viel mit dem 3D-Drucker und dem Laser Cutter gearbeitet. Bei der Erstellung von LED-Schildern lernten die Teilnehmenden den Umgang mit dem Laser Cutter und der damit verbundenen Software und sammelten Erfahrungen im Löten. Insgesamt konnten die Teilnehmenden ihre technischen und kreativen Fertigkeiten stärken und beim gemeinsamen Arbeiten ihre Deutschkenntnisse verbessern. Die selbst erstellten Elemente konnten alle mit nach Hause nehmen.
Ziel unseres Projekts war es, unsere geflüchteten Besuchenden mit dem Thema Film und Video vertrauter zu machen. Viele Besuchende nutzen ihre mobilen Endgeräte zwar für Schnappschüsse oder kleine Videos, jedoch nicht in einem redaktionellen/inhaltlichen Kontext. In Gesprächen mit den Jugendlichen stellte sich heraus, dass das Thema 3D-Druck ebenfalls von großem Interesse war. So entstand die Idee einer digitalen Werkstatt, die filmisch begleitet wird. So wurden einige kreative Ideen umgesetzt und gewerkelt. Die Vielzahl von Aktionen, Ausflügen und Projekten der Einrichtung im Laufe des Jahres wurden mit der Kamera begleitet.
Die entstandenen Reels können auf dem Instagram Account unter @caritas_jt_hillerheide angeschaut werden.
Unter dem Titel „Nachgedacht – schnell gemacht: Podcast-Beiträge“ wurden mit jungen Geflüchteten Podcast-Beiträge zu den Themen Arbeit, Heimweh, Wohnen sowie Glaube und Religion entwickelt. Die Themen wurden von den Teilnehmenden selbst bestimmt. Zu Beginn gab es einen Einblick in das deutsche Medienrecht, GEMA-pflichtige Musik sowie Meinungsfreiheit. Gemeinsam wurden andere Podcast-Beiträge gehört, um ein Gefühl für das eigene Endprodukt zu bekommen. Um Sprachbarrieren zu überwinden, wurde mit einem Dolmetscher zusammengearbeitet. In weiteren Workshops wurden die Podcastbeiträge aufgenommen sowie nach passender Musik aus der jeweiligen Heimat gesucht. In einem weiteren Treffen wurde das Schnittprogramm erklärt und gemeinsam dann Musik sowie die Podcast-Folgen geschnitten.
Alle Folgen sind auf NRWision unter dem Namen „Entfesselt:“ zu finden.
Im Rahmen der Redaktion PLUS (als ergänzendem Teil unserer bestehenden Lehr- und Lernredaktionen townload-tv.de und dem YES-Magazin) konnten fünf verschiedene thematische Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchthintergrund realisiert werden. Die Themen wurden gemeinsam mit den Jugendlichen festgelegt.
Bis zum Sommer 2025 standen die Themen Demokratie, Erinnerungskultur, Wahlen sowie Mitbestimmung/ Teilhabe klar im Fokus. Die Projekte hierzu befassten sich u.a. mit den Essener Müttern und Väter des Grundgesetzes (Ausstellung im Stadtarchiv Essen), mit dem Thema Meinungs- und Pressefreiheit (Veranstaltung der Jugendredaktion Salon 5 u.a. mit CanDündar / Nathanael Liminski in Bottrop), mit dem Essener Stadthistoriker und Zeitzeugen Ernst Schmidt (Sonderausstellung im Stadtarchiv Essen), und – last but not least – erstellten die Teilnehmenden Medienbeiträge zum Bundestags- bzw. Kommunalwahlkampf in Essen. In beiden Projekten gelang es durch WahlkreiskanditatInnen-Interviews und Befragungen, durch Umfragen und Interviews u.a. mit dem Leiter des Essener Wahlamtes zum Thema „Wir haben die Wahl“ attraktive und umfangreiche Medienangebote zu veröffentlichen welche rechtzeitig im Vorfeld der Bundestags- bzw. Kommunalwahlen über www.townload-tv.de – der Jugendplattform der Stadt Essen – zur Verfügung gestellt wurden.
Im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Echt Krass“ in Essen zum Thema Sexualisierte Gewalt entstanden einige Berichte. Nach entsprechendem Mediencoaching und unter Anleitung führten unsere Lehr- und Lernredaktion Interviews und Umfragen durch und begleiteten die Essener Eröffnungsveranstaltung mit der Kamera.
Sehr erfolgreich konnte auch das Diversitäts-Projekt im Rahmen einer Medienbegleitung des Bildungspartnerkongresse (BiPa) „Es geht auch anders“ realisiert und abgeschlossen werden. Die Teilnehmenden übten sich hierbei nicht nur in Umfrage, Interview und Reportage, sondern qualifizierten sich auch als „critical friends“ und agierten im Rahmen der aus rund 500 Teilnehmenden bestehenden Kongressöffentlichkeit mit Wortbeiträgen auf der Bühne. Das Lehr- und Lernredaktionsteam zeigten zum Kongressauftakt und zum Projektabschluss eigene Eindrücke, Interviews, Umfragen und Aufnahmen in Form von zwei kompakten Videoclips. Besonders bemerkenswert hierbei war der hervorragende Einsatz eines Teilnehmenden mit syrischem Fluchthintergrund, der zum zweiten Mal an einer unserer Lehr- und Lernredaktion teilnahm und exklusive und praxisnahe Eindrücke beim Live-Schnitt des Veranstaltungsberichts sammeln konnte. Zum Projektabschluss präsentierte er als „critical friend“ eigene Eindrücke und den „just in time“ entstandenen Kongressclip gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden auf der großen Kongressbühne. Bei seinem Wortbeitrag zum Kongressabschluss bezog er sich auch auf seine Fluchterfahrung und stellte sein „angekommen sein“ in der bundesdeutschen Zivilgesellschaft in Bezug auf das Kongressthema „Es geht auch anders“ dar.
Alle Ergebnisse gibt es auf www.townload-essen.de sowie auf dem YouTube-Kanal von Townload TV.
Das Angebot fand vom 01.02.2024 bis zum 31.12.2024, sowohl digital also auch zum größten Teil analog statt. Ein großer Teil des Projektes beschäftigte sich mit der der Einarbeitung in die Prozesse der Filmproduktion mit dem Schwerpunkt in den Bereichen: Kamera, Ton, Drehbuch, Schauspiel, Interview und Animation. Darüber hinaus ging es um die Fertigstellung des Films, dessen Dreharbeiten bereits im Projekt im Vorjahr startete. Ziel war es, das Märchen Schneewittchen nach den eigenen Vorstellungen neu zu interpretieren. Der Fokus lag daher auf dem Schreiben des Drehbuchs, die Erstellung von Storyboards und dem Filmen von Szenen und dem anschließenden Schnitt. Aufgrund der regelmäßigen Aufnahme neuer Teilnehmenden kam es immer wieder zu Anpassungen und Änderungen der Story. Diese Dynamik förderte eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Konzepte und ermöglichte eine Vielzahl von kreativen Ansätzen, die das Projekt bereicherten. Durch die enge Zusammenarbeit und den regelmäßigen Austausch entwickelte sich ein starker Zusammenhalt innerhalb des Filmteams. Am Ende konnte der Film Schneewittchen fertiggestellt werden und wird nun bei verschiedenen Festivals eingereicht.
Im Rahmen des Projekts Digital dabei! 10.0 wurden dreizehn Digital-Bildungsangebote mit jungen Geflüchteten realisiert. Diese fanden in Zusammenarbeit mit kooperierenden Einrichtungen statt, wobei das Projekt Angekommen in Deiner Stadt Bielefeld von besonderer Bedeutung war. Es fanden Film- und Interview-Tagesworkshops, redaktionelle Workshops, Kurzworkshops zu Kameraführung und Interviewtechniken, ein Wochenendworkshop zum Thema „Geschichten filmisch darstellen“ sowie verschiedenste Drehtage statt. In den ein- und mehrtägigen Angeboten ging es meist um Inhalte aus dem Bereich kulturelle Bildung und Berufsorientierung. Im Zuge dieser inhaltlichen Auseinandersetzungen wurden den Teilnehmenden vielfältige digitale und medien-technische Kompetenzen vermittelt. Es konnten vier Ausgaben des Formates Grenzenlos TV realisiert werden. Die Sendungen wurden via NRWision in zehn Millionen Kabelhaushalte verbreitet und sind in der Mediathek des TV-Lernsenders für NRW sowie unter www.kanal-21.tv dauerhaft abrufbar.
In dem Projekt „Gib Standort! 2.0 – Unterwegs Richtung Zu(g)kunft“ im Rahmen von Digital dabei! 10.0 haben sich Jugendliche filmisch mit den Themen Mobilität, Eigenständigkeit und Selbstwirksamkeit auseinandergesetzt. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Teilnehmenden den Begriff Heimat für sich verstehen, welche Emotionen sie damit verbinden und ob ein neuer „Standort“ oder „Standpunkt“ auch Heimat werden kann. Dabei hatten die Jugendlichen ebenfalls die Möglichkeit neue Orte für sich zu erschließen und den Umkreis, in dem sie sich tagtäglich bewegen, zu erweitern. Darüber hinaus überprüften die Jugendlichen, wie mobil sie überhaupt in einer Metropole, wie Köln, mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel sein können. Welche Streckenabschnitte gibt es neu zu entdecken und helfen dabei durch den Alltag zu kommen? So entdeckten die Jugendlichen für sie teilweise komplett neue Standorte, die ihnen Seiten ihrer neuen Heimat zeigten, die sie wohlmöglich ohne den ÖVPN niemals entdeckt hätten.
In diesem Projekt wurden Jugendliche ohne besondere Vorkenntnisse im Videobereich angesprochen. Sie wurden in den Workshops dazu befähigt Kurzfilme über verschiedene Standorte zu drehen. Die ersten Workshops waren vom Erstellen eines Drehplans- bis hin zum Kennen Lernen und Austesten des neuen Equipments geprägt. Nach den ersten Probeaufnahmen begann die Gruppe mit der Umsetzung der Projektidee. Die verschiedenen Drehorte und Drehtage wurden von der „Redaktion“ festgehalten und ein „Reporter- Team“ auserkoren, um die Außentermine wahrzunehmen. Eine andere Gruppe erarbeitete ein Logo sowie ein zum Projekttitel passendes digitales Filmplakat.
Derzeit werden die Ergebnisse noch finalisiert und bald auf der Webseite der LAG LM zur Verfügung gestellt.
In der Offenen Werkstatt für junge Geflüchtete im Rahmen des Projekts Digital dabei! 10.0 hatten die Teilnehmenden an mehreren Terminen über das Jahr verteilt die Möglichkeit, verschiedene analoge und digitale Werkzeuge kennenzulernen und praktisch zu erproben. Dazu zählten unter anderem 3D-Drucker, Schneideplotter sowie Robotersysteme (Dash-Roboter, Ozobot, Lego Spike Prime). Ergänzend arbeiteten die Jugendlichen mit digitalen Tools und Anwendungen wie Delightex zur Gestaltung virtueller 3D-Räume, Scratch zur Spieleprogrammierung, Book Creator zur Erstellung digitaler Bücher sowie Stop-Motion-Techniken zur Filmproduktion. Darüber hinaus wurden kreative Bastel- und Gestaltungsangebote umgesetzt, beispielsweise die Herstellung individueller Aufkleber für Tassen, Taschen und andere Alltagsgegenstände. Die Auswahl der Werkzeuge erfolgte je Termin flexibel und orientierte sich an den Interessen der Teilnehmenden. Während einige Jugendliche nur an einzelnen Terminen teilnahmen, nutzten andere das Angebot regelmäßig und konnten dadurch vertiefte Erfahrungen mit verschiedenen Tools sammeln. Wiederkehrende Teilnehmende unterstützten zudem andere Jugendliche im Umgang mit bereits bekannten Werkzeugen.
Im Verlauf der Projektlaufzeit zeigte sich eine insgesamt hohe Motivation der Teilnehmenden sowie ein breites Spektrum an Interessen. Besonders gefragt waren Angebote, bei denen eigene Produkte gestaltet werden konnten, etwa personalisierte Tassen mit selbst entworfenen Stickern oder leuchtende Karten. Auch die Arbeit mit den Robotersystemen stieß auf großes Interesse. Bei Teilnehmenden mit regelmäßiger Teilnahme waren deutliche Lern- und Entwicklungsprozesse zu beobachten, insbesondere in den Bereichen Problemlösefähigkeit, Selbstständigkeit und kreative Umsetzung eigener Ideen. Darüber hinaus förderte die Offene Werkstatt soziale Interaktion und Zusammenarbeit. Die gemeinsame Projektarbeit bot Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und informelles Lernen über sprachliche und kulturelle Unterschiede hinweg.