Bundesverband Jugend und Film
LAG LM als Landesverband NRW
Als LAG LM sind wir politische und inhaltliche Interessenvertretung der Medienarbeit und Medienbildung in NRW.
In Kooperation mit anderen Akteuren setzen wir uns für die Förderung und Weiterentwicklung medienpädagogischer Konzepte, Strukturen und Projekte ein.
So sind wir unter anderem als Landesverband NRW im Bundesverband Jugend und Film e.V. tätig und führen regelmäßig Workshops zur Filmbildung durch.
Film-Workshops in Köln
2026 wird die LAG LM als Landesverband für NRW in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF) und ihrem Mitglied Inklusive OT-Ohmstraße in Köln-Porz filmpädagogische Workshop als Präsenzveranstaltung durchführen. Im inklusiven Workshop „Inklusive Vielfalt im Film – so wollen wir gezeigt werden!“ mit Referentin Melanie Leusch setzen sich die Teilnehmenden mit Diversität in Filmen auseinander.
Film-Workshop „So wollen wir gezeigt werden“
In den Osterferien fand in der Inklusiven OT Ohmstraße ein medienpädagogischer Workshop zum Thema „Vielfalt in Film und Fernsehen“ mit Kindern zwischen 8-12 Jahren statt.
Bereits zu Beginn entwickelte sich ein lebendiger Austausch. Die Kinder brachten eigene Erfahrungen ein, erzählten von Situationen aus ihrem Alltag und kamen schnell miteinander ins Gespräch. So entstand eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der unterschiedliche Perspektiven sichtbar wurden.
Nach der Kennenlernphase ging es darum, sich dem Begriff Vielfalt zu nähern. Im Gespräch wurde schnell deutlich, dass die Kinder viele Beispiele benennen konnten. Sie zeigten, dass sie bereits ein gutes Gespür für Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben, sei es in Bezug auf Aussehen, Fähigkeiten, Herkunft oder Interessen. Schnell war man sich einig: Vielfalt ist überall und gehört ganz selbstverständlich zu unserem Zusammenleben.
Im weiteren Verlauf wurde gemeinsam der Film Lars ist LOL (Norwegen, 2023, Eirik Sæter Stordahl) geschaut. Während des Films wurden die Kinder dazu angeregt, auf die zuvor besprochenen Aspekte von Vielfalt zu achten und sich Gedanken darüber zu machen, wie die Figuren miteinander umgehen. Besonders aufmerksam verfolgten sie die Darstellung von Freundschaft, Ausgrenzung und den Umgang mit Behinderung. Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, wie intensiv sie sich mit den Inhalten auseinandergesetzt hatten. Sie konnten Diskriminierung, insbesondere aufgrund von Behinderung, klar benennen und kritisch hinterfragen. Auch Gruppendynamiken wie Mitläufertum oder das Bedürfnis dazuzugehören wurden von den Kindern sehr differenziert beschrieben.
In einer kreativen Praxisphase entwickelten die Kinder kurze Videostatements mit iPads und der App iMovie. Dabei übernahmen sie viele Arbeitsschritte selbstständig: sie interviewten sie sich gegenseitig und nahmen ihre Aussagen auf, schnitten die Videos, unterlegten diese mit Musik und fügten passende Fotos ein. Besonders bemerkenswert war ihr Bewusstsein für Inklusion. Gemeinsam erstellten sie zusätzlich Audiodeskriptionen, damit auch Menschen mit Sehbeeinträchtigung die Inhalte verstehen können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Insgesamt war der Workshop von einer sehr wertschätzenden, offenen und reflektierten Atmosphäre geprägt.
Weiterer Workshop in den Herbstferien geplant
In den Herbstferien findet der nächste Filmworkshop in Köln statt. Dieses mal für Jugendliche zwischen 12-18 Jahren. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf ein zuvor festgelegtes Thema (z.B. Gender, Rassismus, Inklusion) gelegt. Zu Beginn werden Aspekte erarbeitet, wie die Teilnehmenden das entsprechende Thema in Filmen dargestellt sehen möchten. Anschließend wird ein ausgewählter Film geschaut. Danach wird dieser in der Gruppe hinsichtlich der zuvor festgelegten Aspekte besprochen und auf unterschiedlichste Gesichtspunkte, wie Schauspieler*innen, inhaltliche Darstellung, Licht & Ton, eingegangen.
Anschließend dreht die Gruppe einen Trailer zu ihrem eigenen inklusiven Filmkonzept. Ziel ist, die zuvor gesammelte Aspekte so gut wie möglich darzustellen. Zum Abschluss wird der Trailer geschaut und besprochen.
Die Nutzung von assistiver Technologie, einfacher Sprache und Piktogrammen macht Inhalte für alle verständlich und erleichtert den Einstieg. Jede*r Jugendliche kann am Projekt teilnehmen und sich einbringen. Dies eröffnet Teilhabe, sensibilisiert die Gruppe für Diversität und führt zum Abbau von Vorurteilen.
Termine
Herbstferien: 19.10.2026
- 14-20 Uhr
- Inklusive OT Ohmstraße
- Zielgruppe: Jugendliche zwischen 12-18 Jahren
- Teilnahmegebühr: 5€
- Anmeldeschluss: 19.10.2026
Kontakt und Ansprechpartnerin bei der LAG LM:
Rebecca Hipp, hipp(at)medienarbeit-nrw.de, Telefon: 0203 / 418676-83
Erfahrungsberichte und Informationen zu bereits stattgefundenen Filmworkshops sind unter
www.medienarbeit-nrw.de/projekte/abgeschlossene-projekte/ zu finden.